Wenn die Stimmen verstummen
Der Film gibt einen Einblick und Anleitungen für die Bildungsarbeit in Schulen im Hinblick auf neonazistische und antisemitische Tendenzen in der Gesellschaft. Anhand der Erzählung eines Einzelschicksals aus dem Buch von Maria Vajta Klamer „Flucht vor dem Mord an einem Volk“ (Flykten från ett folkmord) werden Erfahrungen des Holocausts aufgezeigt und deren historische Einordnung im Hinblick auf die Gegenwart vorgenommen.
Die Handlung des Films
Während des Zweiten Weltkriegs lebt die junge jüdische Mutter Deborah zusammen mit ihrem Sohn Adam im Warschauer Ghetto. Bald merkt sie, dass sie keine Überlebenschance haben, wenn sie dortbleiben würden. Sie müssen fliehen. Eine nichtjüdische Polin, Helena, nimmt sie in ihrem Haus auf und setzt damit ihr eigenes Leben aufs Spiel. Helena versteckt sie außerhalb des jüdischen Ghettos. Leon und Ester waren noch Kinder, als sie in eines der schlimmsten Konzentrationslager verschleppt wurden. Sie haben alles verloren. Sie sollten ihre Familien, ihre Heimat, ihr Land nie wieder sehen und sowohl ihre Freiheit als auch ihre Jugend ist ihnen genommen worden.
Die Autorin besucht eine Schule, um anhand ihres Buches über schwierige Themen wie die Gleichwertigkeit allen menschlichen Lebens zu sprechen und wie diese durch ideologisch motivierte Gewalt eingeschränkt werden kann. Eine Schülerin ist von Marias Worten gefesselt und beschäftigt sich daraufhin eingehender mit dem Thema – was angesichts der bedrückenden Bilder einen hoffnungsvollen Ausklang bietet.
Die schwedische Nationale Organisation für Holocaust-Erziehung hat diesen Dokumentarfilm produziert, um damit Lehrkräften ein pädagogisches Hilfsmittel für den Unterricht über den Holocaust, den Zweiten Weltkrieg und die Menschenrechte in die Hand zu geben. Der zum ersten Mal 2021 gezeigte Film wurde in Göteborg, Uppsala, Warschau und Oświęcim (Auschwitz) aufgenommen und enthält zahlreiche historische Bilddokumente.